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Kognitive Umstrukturierung

Demenzpflege: Depressionen bei Angehörigen reduzieren

11.11.2011
Eine kognitive Umstrukturierung kann pflegenden Angehörigen bei der Betreuung eines Demenzkranken helfen. Foto: Fotolia/A. Raths

Menschen, die einen demenzkranken Angehörigen pflegen, haben ein erhöhtes Depressionsrisiko. Eine kognitive Umstrukturierung kann ihnen helfen, Stress zu reduzieren und mit den Belastungen der Pflege besser klar zu kommen.

Bei der kognitiven Umstrukturierung werden dysfunktionale Denkprozesse verändert, indem negative oder unwahre Annahmen und Gedanken durch konstruktivere Gedanken ersetzt werden, die Angst und Depression verringern.

Unter Leitung von Dr. Myrra Vernooij-Dassen von der Radboud Universiteit in Nijmegen reviewten die Cochrane-Wissenschaftler Studien, in denen untersucht wurde, ob die Vorstellungen pflegender Angehöriger hinsichtlich ihrer Verantwortung und Pflichten in der Pflege und ihrer eigenen Bedürfnisse verändert werden können.

„Wir stellten fest, dass eine Umstrukturierung ihrer Ansichten und Vorstellungen sehr dabei hilft, mehr positive Gefühle aufkommen zu lassen und Kummer zu reduzieren“, sagte Vernooij-Dassen.

Pflegende Angehörige, die eine Intervention mit kognitiver Umstrukturierung erhielten, wiesen weniger Angst- und Depressionssymptome auf und fühlten im Zusammenhang mit der Pflege weniger Stress und Bedrängnis.

Die Umstrukturierung half den Pflegenden zwar dabei, ihren Stress besser zu managen, auf die Belastung, ein Demenzpflegender zu sein, oder ihre „Coping Skills“ hatte sie jedoch keinen Einfluss.

Jedoch könnte die Umstrukturierung auch zu einer positiveren Beziehung zu dem demenzkranken Angehörigen beitragen. „Wenn ein pflegender Angehöriger in der Lage ist, kontraproduktive Gedanken hin zu einem konstruktiveren Denken zu verändern, ist das schon ein großer Erfolg“, sagte Vernooij-Dassen.

Der Review umfasst elf randomisiert-kontrollierte Studien. Keine der Untersuchungen fokussierte sich alleine auf die kognitive Umstrukturierung, doch bei allen war sie die wichtigste Komponente der Intervention.

 

Eine kognitive Umstrukturierung kann pflegenden Angehörigen bei der Betreuung eines Demenzkranken helfen. Foto: Fotolia/A. Raths