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Auszeichnung durch Hertie-Stiftung

Arthur Konnerth erhält Senior-Forschungsprofessur

08.06.2017
v.l.n.r.: Frank J. Weise, Vorstandsvorsitzender Hertie-Stiftung, mit Preisträger Prof. Arthur Konnert und Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorsitzender der Seniorprofessur-Jury und Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin. (Foto: obs/Gemeinnützige Hertie-Stiftung/Martin Joppen)

Prof. Arthur Konnerth, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften an der Technischen Universität München (TUM), erhält die mit bis zu einer Million Euro dotierte Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Eine besondere Auszeichnung für langjährige Spitzenleistungen in der Hirnforschung verleiht die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit der Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften. Prof. Arthur Konnerth, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften an der Technischen Universität München (TUM), erhält die mit bis zu einer Million Euro dotierte Auszeichnung. Die Stiftung ehrt damit das Lebenswerk eines herausragenden Neurowissenschaftlers und seine Beiträge zur Erforschung auf dem Gebiet der Visualisierung und funktionellen Charakterisierung einzelner Neuronen und Synapsen im Säugergehirn. Die Stiftung will ihm mit der Professur ermöglichen, die hochkarätige und Erfolg versprechende Forschung auf dem Gebiet der Neurophysiologie und dabei insbesondere seine Untersuchungen zu den Grundlagen der Alzheimer'schen Erkrankung fortzusetzen und zu intensivieren.

Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TUM, hob anlässlich der Verleihung die wissenschaftlichen Leistungen des Neurologen hervor: "Die vielfach ausgezeichnete Arbeit des Leibniz-Preisträgers Arthur Konnerth hat dazu beigetragen, die TUM zu einem international sichtbaren Zentrum für neurowissenschaftliche Forschung zu machen. Jüngstes Beispiel ist der hochdotierte "Brain Prize" mit dem er 2015 für die Erfindung der Zwei-Photonen-Mikroskopie ausgezeichnet wurde. Die Ergebnisse aus Konnerths Grundlagenforschung helfen, weit verbreitete und bisher unheilbare Erkrankungen besser zu verstehen."

Die Hertie-Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften wurde 2006 als erste Seniorprofessur in Deutschland überhaupt vergeben. Die Stiftung möchte damit das Potenzial und die Erfahrung exzellenter älterer Wissenschaftler für die Forschung erhalten und stärken, indem sie dem Inhaber der Stiftungsprofessur ermöglicht, die abschließenden Jahre seiner beruflichen Laufbahn ausschließlich der Forschung zu widmen. Weitere Ziele bestehen darin, dem Nachwuchs frühzeitige attraktive und international konkurrenzfähige Arbeitsplätze anbieten zu können, den Universitäten in der heutigen schwierigen Situation die Freiheit über die inhaltliche Ausrichtung ihrer Professuren und Fakultäten zu erhalten und die oft mehrjährige "Ausklangphase" von Forschungsinstitutionen vor der Pensionierung des Leiters zu verkürzen.  Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka.
 

v.l.n.r.: Frank J. Weise, Vorstandsvorsitzender Hertie-Stiftung, mit Preisträger Prof. Arthur Konnert und Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorsitzender der Seniorprofessur-Jury und Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin. (Foto: obs/Gemeinnützige Hertie-Stiftung/Martin Joppen)