ERA 2026: Kieler Nephrologe von internationaler Fachgesellschaft prämiert

Prof. Michael Balzer wurde auf dem diesjährigen ERA-Kongress der „ERA Stanley Shaldon Award for Young Investigators in Translational Science“ überreicht. Copyright: European Renal Association

Auf dem ERA 2026 hat Prof. Michael Balzer eine mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine wissenschaftliche Arbeit zu neuen Ansätzen in der Behandlung chronischer Nierenerkrankungen und akuter Nierenschäden erhalten.

Prof. Michael Balzer, Oberarzt an der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wurde mit dem „ERA Stanley Shaldon Award for Young Investigators in Translational Science“ ausgezeichnet. Die European Renal Association (ERA) zählt zu den weltweit größten Fachgesellschaften für Nierenheilkunde, der Award gehört zu den bedeutendsten europäischen Nachwuchsauszeichnungen auf diesem Gebiet, heißt es in der Pressemitteilung.

Balzer leitet den Bereich der translationalen Nephrologie und erforscht Mechanismen der Anpassung, Reparatur und Regeneration der Niere nach akuten und chronischen Schädigungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf modernen Einzelzell-Technologien, mit denen krankheitsrelevante Zellzustände präzise untersucht werden können. Ziel ist es, neue Ansätze für die Behandlung chronischer Nierenerkrankungen und akuter Nierenschäden zu entwickeln.

„Der Stanley Shaldon Award bestätigt eindrucksvoll die wissenschaftliche Exzellenz von Prof. Balzer und ist zugleich ein starkes Signal für die Zukunft der translationalen Nephrologie am UKSH. Die Forschung von Prof. Balzer verbindet modernste molekulare Methoden mit unmittelbarer klinischer Relevanz für unsere Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Roland Schmitt, Direktor der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten am UKSH, Campus Kiel.

Mit dem Stanley Shaldon Award würdigt die ERA herausragende wissenschaftliche Leistungen junger Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der translationalen Nierenforschung – also der Übertragung grundlegender biologischer Erkenntnisse in neue diagnostische und therapeutische Ansätze für Patientinnen und Patienten. Die mit 10.000 Euro dotiert Auszeichnung wurde im Rahmen des ERA-Kongresses 2026 verliehen.

Vor seinem Wechsel nach Kiel war Balzer an mehreren international führenden Forschungsstandorten tätig, darunter die University of Pennsylvania und zuletzt die Charité, Universitätsmedizin Berlin. Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant („SINGuLAR“).

Mit der Auszeichnung stärken UKSH und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ihre internationale Sichtbarkeit in der nephrologischen Spitzenforschung und als Standort für translationale Medizin.