Bluttest sagt Krankheitsverlauf voraus

Der MBDA (Multi-Biomarker Disease Activity) kann über einen Bluttest namens Vectra DA ermittelt werden. Dieser spezielle Test, von Crescendo Bioscience entwickelt, ermöglicht die Untersuchung von zwölf Zytokinen, die allesamt an entzündlichen Vorgängen beteiligt sind.
Der daraus resultierende MBDA-Score korreliert dabei signifikant mit dem DAS28-CP-Score. "Der MBDA-Score ist ein zusätzliches Tool, mit dem Ärzte die RA-Aktivität objektiv und durchgehend überwachen können", erklärte Dr. Jeffrey Curtis, federführender Autor der Studie. Er sieht in dem Test auch eine Möglichkeit das Ansprechen auf eine Therapie zu kontrollieren.
In der Studie wurden insgesamt 512 Patienten untersucht, die aus drei verschiedenen RA-Registern stammen: InFoRM, BRASS und Leiden Early Arthritis Clinic. Das Verhältnis des MBDA-Scores und der Krankheitsaktivität wurde mithilfe verschiedener Berechnungsmodellen bei seropositiven und seronegativen Patienten charakterisiert, um zwischen Patienten mit niedriger und moderater/hoher Krankheitsaktivität zu unterscheiden. Auch wurde das klinische Ansprechen auf eine anti-TNF- oder Methotrexat-Therapie mit dem MBDA-Score in Beziehung gebracht.
Dabei beobachteten Curtis und Kollegen einen Zusammenhang zwischen MBDA und DAS28-CRP. Dies war auch in Subgruppen, die nach Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index oder Therapie getrennt waren, der Fall. Wurden nach sechs bis zwölf Wochen Therapie eine Veränderung im MBDA-Score festgestellt, konnte er zwischen ACR50-Response und einer Verbesserung des DAS28-CRP-Scores unterscheiden.
Demzufolge eignet sich der neue Bluttest mit der Kombination aus zwölf inflammatorischen Markern als objektives Maß zur Beurteilung der Krankheitsaktivität bei RA-Patienten.
Die Studie wird in einer der kommenden Ausgaben von "Arthritis Care & Research" veröffentlicht.
Quellen:
- University of Alabama at Birmingham




