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Wie Kassandra Munger und Kollegen in der Zeitschrift „Multiple Sclerosis“ berichten, hatten sie bei 666 Angehörigen des US-Militärs die Antikörpertiter gegen das Epstein-Barr-Nuclear-Antigen (EBNA) bestimmt. Diese Antikörper sind in der Regel in der Spätphase einer EBV-Infektion im Blut zu finden. Von den Studienteilnehmern erkrankten 222 Personen an MS, die restlichen 444 waren Kontrollpersonen.
Es zeigte sich, dass das MS-Risiko mit steigenden Titern von Antikörpern gegen einen EBV-Antigen-Komplex und gegen ein bestimmtes EBV-Antigen aus dem Komplex (EBNA-1) zunahm. So hatten Personen mit einem IgG-Titer gegen den Anti-EBNA-Komplex von mehr als 320 ein 36-fach höheres MS-Risiko als Studienteilnehmer mit einem Titer von unter 20. Antikörpertiter gegen EBNA-1 von mehr als 320 erhöhten das Risiko für eine MS hingegen um das Achtfache gegenüber Titern von unter 20.
Diese Zusammenhänge erwiesen sich als unabhängig vom Geschlecht und Vitamin-D-Status der Studienteilnehmer.
„Die Serumtiter von Antikörpern gegen das Epstein-Barr-Virus vor Ausbruch einer MS sind starke, robuste Marker für das MS-Risiko und könnten zur Erstellung eines MS-Risikowertes nützlich sein“, schlussfolgern die Wissenschaftler aus ihren Ergebnissen.
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