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Das Verfahren kommt bislang an wenigen Universitätskliniken bei langjährig erkrankten und besonders schwer betroffenen Parkinson-Patienten zum Einsatz. Dabei implantieren Neurochirurgen unter örtlicher Betäubung Elektroden in jenen Hirnbereich, der für das typische Zittern bei Parkinson mitverantwortlich ist.
Einige Patienten leben mittlerweile seit zehn Jahren oder länger mit dem Gerät, oft mit gleichbleibender Linderung der Symptome. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) anlässlich einer aktuellen Studie hin.
In der Studie untersuchten Ärzte 18 Patienten ein, fünf und zehn Jahre nach der Implantation des Gerätes. Um die Wirkung der Tiefen Hirnstimulation zu testen, wurde das Steuergerät probeweise ab- und angeschaltet. „Die Ergebnisse der Studie aus Toronto sind beeindruckend, decken sich aber mit unseren deutschen klinischen Erfahrungen“, so Prof. Lars Timmermann, Köln. Auch zehn Jahre nach der Operation seien Zittern und Langsamkeit durch den Hirnschrittmacher fast so gut therapiert wie im ersten Jahr nach der Implantation, so Timmermann.
„Diese langfristige Verbesserung der Lebensqualität im Alltag ist für Menschen mit Parkinson besonders wichtig“, so der Neurophysiologe. Für lang erkrankte Patienten eröffne die Tiefen Hirnstimulation deshalb gute Perspektiven.
Ein Erfolg der Tiefen Hirnstimulation sei jedoch nicht garantiert und hängt von einer sehr sorgfältigen Auswahl und Beratung der Patienten vor der Operation sowie einem gut trainierten Team aus Neurophysiologen, -chirurgen, Neurologen und Anästhesisten ab, so Timmermann.
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